Italienische Käsehersteller haben jahrzehntelang ein einfaches Mittel zur Erkennung von gefälschtem Käse geheim gehalten – sonst wäre der Markt innerhalb einer Woche zusammengebrochen.
Wir verraten Ihnen, wie Sie in drei Sekunden echten von gefälschten Käse unterscheiden.
Nach Angaben des italienischen Käseherstellerverbandes sind 40 % des Käses weltweit gefälscht. Anstelle von Milch werden Palmöl, Stärke und chemische Verdickungsmittel verwendet. Solche Produkte täuschen nicht nur geschmacklich, sondern schaden auch der Gesundheit: Sie lösen Allergien aus und erhöhen den Cholesterinspiegel.
Italienische Experten wenden die „Look-Touch-Check“-Regel an. Keine Labore, nur Ihre Augen und Hände.
Echter Käse: ungleichmäßige Struktur, kleine Löcher (sofern von der Sorte vorgesehen), matter Farbton.
Fake: perfekt glatter Schnitt, glänzende Oberfläche, Luftblasen (wie in Plastilin).
Echter Käse: Die Ränder sind leicht krümelig (bei harten Sorten) oder weich dehnbar (bei frischen Sorten, wie Mozzarella).
Fälschung: bildet „Gummi“-Fasern, bricht oder dehnt sich nicht, sondern reißt.
Tipp: Den Käse mit dem Fingernagel andrücken. Ein natürliches Exemplar hinterlässt eine Delle, ein künstliches Exemplar stellt seine Form wieder her.
Legen Sie das Stück auf einen warmen Löffel oder pusten Sie darauf.
Echter Käse: schmilzt leicht und gibt Milchfett frei.
Falsch: trocknet aus, reißt oder bildet Blasen (Zeichen für Stärke und Chemikalien).
1. Suchen Sie nach Codes. Beispielsweise Parmesankäse mit der Bezeichnung „PARMIGIANO REGGIANO DOP“ und einer Lasergravur auf der Kruste.
2. Kaufen Sie Schnittkäse vor Ihren Augen. Vakuumverpackungen werden häufig verwendet, um Fälschungen zu verbergen.
3. Lesen Sie die Zutatenliste. Nur Milch, Enzyme, Salz und Starter. Sollten „pflanzliche Fette“ enthalten sein, handelt es sich um eine Fälschung.
Hartkäse (wie Parmesan): Hohes Risiko, eine Dosis Nitrate statt Protein zu sich zu nehmen.
Weichkäse (wie Brie): enthalten oft Antibiotika, um die Haltbarkeit zu verlängern.
Geräucherter Käse: In 70 % der Fälle verursacht der in der Zusammensetzung enthaltene „Flüssigrauch“ eine Gastritis.